Nanoteilchen für Hochleistungsbaustoffe

Durch Beimischung von Nanoteilchen können bereits heute verwendete Baustoffe in „intelligente Hochleistungswerkstoffe“ umgewandelt werden. Dank Nanotechnologie erhöht sich die Festigkeit und die Langlebigkeit des Baumaterials.

Fußgängerbrücke auf Betonstützen
Die Gärtnerplatzbrücke in Kassel: Gebaut mit ultrahochfestem Beton aus Nanoteilchen (Foto: Universität Kassel)

Ein entsprechendes Beispiel aus der Produktionsforschung ist ultrahochfester Beton, mit dem in Kassel bereits die 140 Meter lange und fünf Meter breite Gärtnerplatzbrücke gebaut wurde. Ihr Baustoff besitzt eine stahlähnliche Festigkeit, zehnfach höher als die von normalem Beton.

Seine Anwendung hat darüber hinaus deutliche Umweltvorteile. Zement ist weltweit das am meisten verwendete Industrieprodukt. Bei seiner Herstellung werden erhebliche Mengen an Kohlendioxid freigesetzt – etwa fünf Prozent der gesamten CO2-Emissionen weltweit. Durch hohe Festigkeit bei gleichzeitiger Materialersparnis könnte der neue Spezialbeton dazu beitragen, zukünftig bei der Herstellung von Gebäuden rund 60 % der Rohstoffe und 40 % der Kohlendioxid-Emissionen einzusparen.

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