Nanotechnologie: Smart bauen & schöner wohnen

Symbolbild für den Themenbereich Bauen und Wohnen

Beton-Stützträger in Gebäuden haben heute einen viel geringeren Durchmesser als noch vor zehn Jahren. Durch neue Technologien wie der Nanotechnologie sind Baumaterialien wie Stahl, Beton oder Glas in punkto Stabilität, Haltbarkeit und Gestaltung optimal für wachsende Ansprüche gerüstet. In Küche und Sanitärbereich macht die Versiegelung kleinster Poren selbstreinigende Oberflächen möglich. Auch hinsichtlich Energieeinsparung und Klimaschutz bringt Nanotechnologie in Baustoffen viele Vorteile. Und selbst für Ästheten bietet Nanotechnik im Wohnbereich so einiges.

Weil Nanotechnologie die Eigenschaften von Gebäuden und Konstruktionen verbessern oder energieeffizienter gestalten kann, ist sie ein wichtiges Thema für die gesamte Baubranche. Dies gilt vor allem für die Hersteller von Baustoffen, die Bauindustrie und Handwerksbetriebe. Ihr Nutzen erstreckt sich ebenso auf Architekten, Bauingenieure, Investoren und Endkunden.

Nanotechnologie verbessert im Bereich Architektur und Bauwesen folgende Eigenschaften:

  • Raumklima, Wohnkomfort und Sicherheit in Gebäuden
  • Haltbarkeit von Gebäudeelementen (z. B. Fassade, Fenster, Türen, Dächer)
  • Reduzierung des Energieverbrauchs durch nanotechnologische Effekte
  • Energieeffizienz und Langlebigkeit von zementgebundenen Werkstoffen
  • Beständigkeit von Straßenbelägen

Zum Einsatz kommt die Nanotechnologie bei der Herstellung von:

  • Brandschutzbeschichtungen und Versiegelung mit Silikat-Nanogelen für Holz, Glas, Beton oder Kunststoffe,
  • nanotechnologischen Infrarot-Schutzschichten bei Flächenverglasungen zur Vermeidung starker Erwärmung von Innenräumen,
  • wärme- und schalldämmenden Silikat-Nanogelen in transparenten Fassaden,
  • ultrafestem Beton mit Zementbestandteilen aus Nanopartikeln, die das Gewicht reduzieren und die Stabilität erhöhen,
  • selbstreinigenden Dachziegeln und Fassadenanstrichen mit photokatalytischen Titandioxid-Nanoteilchen, die Schmutz bei Sonnenlicht chemisch abbauen,
  • chemisch und mechanisch beständigen Innen- und Außenflächen auf Basis keramischer Folien,
  • Dachziegeln mit Nano-Effektpigmentplättchen, die das Hausdach je nach Lichteinfall in verschiedenen Farben erscheinen lassen,
  • schaltbar selbsttönenden (elektrochromen) Fenstern mit nanoporösen Schichten,
  • Beheizbaren Lacken.

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