Bildgebung: Nanopartikel zur Krebsdiagnose

Bildgebende Verfahren wie beispielsweise die Computer- oder MagnetresonanztomographieMagnetresonanztomographie
Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers. Mit einer MRT kann man Schnittbilder des menschlichen (oder tierischen) Körpers erzeugen, die einen Vergleich und eine Orientierung an anatomischen Schnitten derselben Region zulassen und oft eine sehr gute Beurteilung der Organe und vieler Organveränderungen erlauben.
(MRT) werden in der medizinischen Diagnostik bereits vielfältig angewendet. Das MRT-Verfahren bietet mehrere Vorteile: Ohne Einsatz von RöntgenstrahlungRöntgenstrahlung
Elektromagnetische Wellen, deren Energie höher ist als die von ultraviolettem Licht. Röntgenstrahlen haben Wellenlängen zwischen 0,001 und 10 Nanometer.
und ohne Eingriff am Patienten erzeugt es Computerschnittbilder des Körpers oder einzelner Organe aus jedem gewünschten Winkel.

Bild eines MRT - Gerätes
MRT-Diagnostik kombiniert mit nanohaltigen Kontrastmitteln verbessert nicht nur die Aussagekraft des Bildes. Zukünftig könnten diese auch für die Krebstherapie verwendet werden. (Foto: Philips Gemini - TF)

Mit Kontrastmittel aus Eisenoxiden (Magnetit) verbessert sich die Aussagekraft eines MRT-Bildes um ein Vielfaches. Zudem sind diese Kontrastmittel sehr gut verträglich.

So konnte dank der Magnetit-Kontrastmittel der Nachweis und die Behandlung von Lebertumoren in den vergangenen Jahren bereits erheblich verbessert werden.

Leider ist die Anwendung der Eisenoxid-Kontrastgeber auf bestimmte Zellen beschränkt. Hier setzen nun die Möglichkeiten der Nanotechnologie an.

Nanopartikel aus Magnetit: Hoffnung bei Volkskrankheiten

Deutsche Forscher arbeiten intensiv daran, die Oberflächen von Magnetit-Nanoteilchen beispielsweise mit geladenen Kunststoffschichten zu umgeben, um das Nachweisverfahren auf andere Organe auszuweiten.

Ferner wird daran geforscht, ob sich die Oberflächen von Magnetit-Nanoteilchen möglicherweise auch mit Arzneimittelwirkstoffen koppeln lassen. Man prüft zudem, ob man an dem Nano-Magnetitteilchen Erkennungsmoleküle anbringen kann, die das Teilchen ausschließlich an Tumorzellen binden.

Dies eröffnet die Chance, Therapie und Diagnostik schwerer Volkskrankheiten zukünftig in einer neuen medizinischen Disziplin miteinander zu verbinden: Theranotics.  Möglicherweise können durch den Einsatz von Nanopartikeln auch die Nebenwirkungen von herkömmlichen Chemotherapien deutlich verringert werden. 

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