Nanotechnologieland Deutschland

Insbesondere die Zahl der Patentanmeldungen auf Erfindungen gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Bedeutung der Nanotechnologie. Hierbei lag Deutschland im Jahr 2010 nach den USA und Japan auf Platz 3. In Bezug auf die Anzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen belegen die deutschen Nanoforscher den vierten Platz.

Im September 2013 waren 288 Großunternehmen und 845 kleine und mittlere Betriebe in Deutschland gelistet, die sich mit der Entwicklung, der Anwendung und dem Vertrieb nanotechnologischer Produkte befassen. Die Zahl der Arbeitsplätze in der deutschen Nanotechnologie liegt bereits bei über 70.000.

Der internationale Wissensvorsprung der deutschen Nanotechnologie, die offene Haltung der Bevölkerung ihr gegenüber und das große Interesse der Nachwuchsgeneration sind weitere große Standortvorteile – doch noch läuft die Umsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen in wirtschaftliche Anwendungen hierzulande langsamer ab als beispielsweise in den USA oder Japan.

Für den Erhalt der Top-Liga-Position in der Nanotechnologie gilt:

  • Die Umsetzung von Forschungsergebnissen in technologische Neuerungen für verschiedenste Anwendungen muss beschleunigt werden.
  • Weitere Branchen und Unternehmen sind an die Nanotechnologie heranzuführen.
  • Hürden auf dem Weg zu wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Fortschritt müssen überwunden und günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden.
  • Der intensive Dialog der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit der Öffentlichkeit über die Chancen und Risiken der Nanotechnologie ist auch weiterhin notwendig.

Das BMBF hat mit dem Aktionsplan Nanotechnologie 2015, einem wichtigen Bestandteil der Hightech-Strategie 2020 für Deutschland der Bundesregierung, einen Maßnahmenkatalog für zukünftige Weichenstellungen und Problemlösungen vorgelegt, um die Nanotechnologie zu nutzen ohne Mensch und Umwelt zu gefährden.

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