Makro, Mikro, Nano

Wer einmal in ein Mikroskop geblickt hat, der weiß, dass jenseits unserer Sehkraft ein unbekanntes und faszinierendes Universum existiert. Umherwimmelnde Bakterien, die bei tausendfacher Vergrößerung in einem Wassertropfen sichtbar werden, sind im Durchschnitt einen tausendstel Millimeter (einen Mikrometer) dünn. Hier befinden wir uns im Mikrokosmos. Die Nanowelt jedoch ist noch viel winziger!

symbolische Darstellung verschiedener Längenmaßstäbe vom Atom bis zum Menschen

Im Nanokosmos misst man in milliardstel Meter - das entspricht 0.000.000.001 m bzw. 10-9 m. Die folgenden Vergleiche veranschaulichen dieses Größenverhältnis.
So klein ist ein Nanometer:

  • zu einem Meter verhält er sich wie der Durchmesser einer 1-Cent-Münze zu dem unseres Erdballs.
  • In den Punkt am Ende des Satzes passt 1 nm mehr als 100.000 Mal hinein.
  • Er ist etwa 50.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines dünnen Menschenhaares.
  • Im Millimeterabstand auf einem Lineal haben eine Million Nanometer Platz.

Der Wortbestandteil "nano" stammt aus dem Griechischen - "nanos" bedeutet "Zwerg".

Für den Blick in den Nanokosmos, reicht ein gewöhnliches optisches Mikroskop aufgrund der Begrenzung durch die Wellenlänge des Lichts im Allgemeinen nicht mehr aus. Um dennoch Strukturen im Nanometer-Bereich sichtbar machen zu können, nutzen Wissenschaftler in der Nanotechnologie zwei spezielle Methoden, die Elektronenmikroskopie und die Rastersondenmikroskopie.
Mehr dazu: Das nano Zukunftslabor