Von bizarren Wolkenformationen, bastelnden Wissenschaftlerinnen und Nano-begeisterten Sachsen
UFOs über Haldensleben? Vermutlich gibt es für diese Wolkenformation eine sehr irdische Erklärung, beeindruckend ist der Anblick dennoch.Erster Halt: Haldensleben
Zunächst vor den Toren Magdeburgs, im besagten Haldensleben, Mitte September, wo der nanoTruck auf Initiative des Professor-Friedrich-Förster-Gymnasiums für zwei Tage Station machte. Auf dem Programm stand u.a. der stark nachgefragte Workshop zum Thema „Nachhaltige Energiegewinnung mit der Nanotechnologie“, bei dem jeweils zwölf Schülerinnen und Schüler eine nanokristalline Farbstoffsolarzelle, eine sogenannte Grätzelzelle, bauen konnten. Angesteckt vom Eifer der Jung-Forscher legte Julia Donauer selbst „Hand an die Nanotechnologie“ und baute ihre eigene Grätzelzelle: „Normalerweise zeigen wir unseren Workshoppern wie der Bau funktioniert und erläutern die Funktionsweise. Aber weil wir beim Haldenslebener Workshop einen Platz am Labortisch frei hatten, habe ich einfach mal wieder mitgebaut.“ Nicht schlecht staunte die erfahrene Naturwissenschaftlerin dann, als einige Schüler mit ihren Solarzellen eine höhere Spannung erzeugten als sie mit ihrer „Profi-Zelle“. „Das freute mich riesig, weil die Gruppe so aufgeschlossen war und klasse mitgearbeitet hat“, so Julias Fazit.
Die Chemie im Blick
Weiter ging die Tour nach Roitzsch, einem Stadtteil von Sandersdorf-Brehna, nur unweit des bedeutenden Chemiestandortes Bitterfeld. Die dortige Sekundarschule hatte zu einem zweitägigen nanoTruck-Programm geladen, um den Schülerinnen und Schülern die beruflichen Perspektiven in der Nanotechnologie näher zu bringen, die in der chemischen Industrie eine wichtige Rolle spielt. Passend zum Auftakt der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA am 15. September gingen die Nano-Experten bei ihren Ausstellungsrundgängen besonders auf das Thema Nano im Automobil ein und stießen damit auf großes Interesse bei ihren jungen Gästen. Ein rundum gelungener Termin, wie Alexander Heusel am Ende feststellte.
Begeisterung in Borna
Eine bestens organisierte Schule und strahlender Sonnenschein erwartete das nanoTruck-Team auch im sächsischen Borna. Am städtischen Gymnasium „Am Breiten Teich“ hatte man schon gespannt auf den Besuch des rollenden Experimentierfeldes gewartet und wurde nicht enttäuscht. Die Präsentation der nanotechnologischen Möglichkeiten und realen Anwendungen überzeugte sowohl Lehrkräfte als auch Schüler. Für große Augen sorgten dabei die Live-Demonstrationen nanotechnischer Effekte anhand zahlreicher interaktiver Exponate. Ein besonderer Hingucker war wieder das Lotusblatt mit dem spurenlosen Abperlen von Schmutz und Wasser. Ein Effekt, der heute schon bei selbstreinigenden Dachziegeln und Stoffen angewendet wird. Entsprechend optimistisch fiel auch das Fazit einer Schülerin aus: „Ich bin echt gespannt auf diese neueste Technologie". Von Seiten der Schule ließ man ebenfalls keinen Zweifel daran aufkommen, dass man den Wissenschafts-Truck gerne wieder für einen Besuch gewinnen würde. So sah etwa Physiklehrerin Ursula Szyltowski darin „eine wesentliche Wissensbereicherung für unsere Schüler". Ein Lob, das die beiden nanoTruck-Wissenschaftler Marco Kollecker und Alexander Heusel gerne als Ansporn mitnahmen, genauso weiterzumachen.
Der nanoTruck unterwegs im Herbst
Wer den nanoTruck im Oktober besuchen will, hat gute Chancen, ihn auf einer von zahlreichen Großveranstaltungen zu finden. Möglichkeiten bieten sich etwa beim NRW-Tag in Bonn, dem Tag der Offenen Tür im Forschungszentrum Garching oder den Wissenschaftsnächten in Erlangen und Hamburg. Daneben stehen aber wie gewohnt auch Schultermine auf dem Programm, bei denen wie in Weiden oder Bargteheide die praxisnahe Information von Schülerinnen und Schülern im Mittepunkt steht. Ein besonderes Highlight stellt gleich zu Anfang des Monats der Besuch an der Beuth Hochschule anlässlich der BMBF-Fachkonferenz „WING.DE 2011 – Werkstoffe gestalten Zukunft“ in Berlin dar, wo das neu konzipierte Veranstaltungsformat „nano@Uni“ erstmalig auf dem Programm steht.






















