Alles nano, oder was? – Der nanoTruck auf der Hannover Messe 2012
Wie im vorherigen Jahr hatte sich das nanoTruck-Team auch für die Hannover Messe 2012 einen schattigen Standort unter den blühenden Kirschbäumen vor Halle 2 ausgesucht.Entweder „Grün“ oder „Nano“, am besten beides auf einmal: Wer auf der Hannover Messe 2012 mit seinen Neuheiten beim Publikum punkten wollte, kam um diese zwei Schlagwörter kaum herum. Kein Wunder also, dass viele wissbegierige Besucher das unverbindliche Informationsangebot im nanoTruck zu schätzen wussten und sich sowohl in der Ausstellung als auch im persönlichen Gespräch mit den wissenschaftlichen Begleitern einen Überblick über dieses umfangreiche Forschungsfeld verschaffen wollten. „Ich finde es unheimlich praktisch, dass ich hier Informationen sowohl über die Grundlagen als auch über zahlreiche nanotechnische Anwendungsgebiete erhalte. An den Ständen der meisten Unternehmen wird meist nur ein ganz spezifischer Aspekt der Nanotechnologie gezeigt.“, freute sich eine Besucherin im Gespräch mit Marco Kollecker. Der Chemiker, begleitete an den fünf Messetagen gemeinsam mit seinen Kollegen Julia Donauer und Alexander Heusel alle neugierigen Besucher in die Welt der winzig kleinen Dimensionen.
Kooperation mit TectoYou
Während sich die drei Nano-Experten im Rahmen der Tour über das ganze Jahr hinweg abwechseln und sonst zu zweit mit dem Truck unterwegs sind, war das Programm auf der weltgrößten Industrieschau nur in voller Besetzung zu bewältigen. Denn neben den vielen interessierten Besuchern kamen auch einige Journalisten mit Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen wie etwa der wirtschaftlichen Bedeutung oder den möglichen Risiken der Nanotechnologie in das doppelstöckige Ausstellungsfahrzeug. Zudem kooperierte man wie schon in den Vorjahren erneut mit der offiziellen Initiative der Hannover Messe für den Techniknachwuchs „TectoYou“ und bot in diesem Rahmen mehrmals täglich Ausstellungspräsentationen für Schulklassen an, berichtete Alexander Heusel. „TectoYou“ organisiert jedes Jahr in Kooperation mit führenden Wirtschaftsunternehmen Exkursionen für Schülerinnen und Schüler zu besonders spannenden Messeständen der Hannover Messe, um auf diese Weise Interesse und Begeisterung für technische Berufsfelder zu wecken.
Ein bleibender Eindruck
Dass so viel Einsatz auch im großen Messetrubel honoriert wurde, freute Julia Donauer ganz besonders: „Wir haben heute gleich zweimal das große Lob bekommen, der beste Stand der Messe zu sein!“ Deutlich wurde in Hannover aber auch, dass eine Messe nicht nur ein Marktplatz für Produkte und Informationen ist, sondern auch ein Treffpunkt für Menschen mit gleichen Interessen und Zielen. Auf manchen Besucher hinterließ die Begegnung mit dem nanoTruck einen bleibenden Eindruck, dass Ideen für mögliche Kooperationen und gemeinsame Projekte nur so sprudelten. Ein Vertreter der Universität Lübeck zeigte sich insbesondere von der positiven Wirkung auf Schülerinnen und Schüler so begeistert, dass er mit seinen Kollegen an der Hochschule über eigene Exponat-Ideen nachdenken will, welche im nanoTruck Verwendung finden könnten. „Wir sind hier für alle Anregungen und Ideen offen“, zeigte sich Alexander Heusel begeistert, denn „eine einzige Ausstellung kann niemals die komplette Bandbreite eines solch umfassenden und sich ständig weiterentwickelnden Forschungsfeldes wie der Nanotechnologie abbilden. Unterstützung aus dem laufenden wissenschaftlichen Betrieb ist deshalb sehr willkommen.“














