„Zwerge“ unter sich – nanoTruck zeigt Nanotechnologie in Koblenz

Dass der Wortbestandteil "nano" aus dem Griechischen stammt und "Zwerg" bedeutet, erfährt man so ziemlich als Erstes, wenn es um die Nanotechnologie geht. Und dass Zwerge mächtig Wirbel machen können, auch oder gerade wenn es um die Nanotechnologie geht, das zeigte den nanoTruck-Wissenschaftlern eine Gruppe junger Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem Kinderhaus des Rhein-Mosel-Campus der Fachhochschule Koblenz.
Dr. Marco Kollecker führt den begeisterten Nachwuchsforschern das Ketchup-Experiment zum Lotus-Effekt vor.Dr. Marco Kollecker führt den begeisterten Nachwuchsforschern das Ketchup-Experiment zum Lotus-Effekt vor.

Julia Donauer und Marco Kollecker, die den nanoTruck Anfang Februar in die Unesco-Welterbe-Stadt begleiteten, machten richtig große Augen, als die Kindergartengruppe mit ihrer Betreuerin Frau Siewert den nanoTruck stürmte. Mit einem solch jungen Publikum hatten sie beim Hochschulinformationstag an der FH Koblenz nicht gerechnet. Dabei zeigte sich: Forscherdrang kennt keine Altersgrenzen! Fasziniert von den vielen Exponaten, an denen man selbst entdecken, herumschrauben und ausprobieren kann, ließen sich die Kinder von Julia und Marco alles ganz genau zeigen und erklären. Besonders begeisterte sie dabei das Experiment zum Lotus-Effekt, bei dem Ketchup von einem echten Lotusblatt einfach abperlt ohne Spuren zu hinterlassen. Marco erzählt: „Die Kinder wollten das Experiment immer wieder sehen. Bisher wussten sie nur, dass Ketchup überall kleben bleibt und rote Flecken hinterlässt. Beim Lotusblatt ist das aber ganz anders.“ Und Julia ergänzt lächelnd: „Wir hoffen für die Eltern, dass ihre Kleinen dieses Experiment nicht ohne weiteres wiederholen, es sei denn, sie haben zuhause eine nanobeschichtete Tischdecke.“ Für die Einführung in die Nanotechnologie bedankten sich die Kinder auf ihre ganz eigene Weise: Gemeinsam mit ihrer Kindergärtnerin besuchten sie am nächsten Tag noch einmal den nanoTruck und brachten ein selbst geschriebenes Lied für den „Nano-Bus“ mit. „Nur singen wollten sie nicht, dafür haben wir aber den Text für unser neues Gästebuch bekommen“, freut sich Julia immer noch über die Begeisterung ihrer jungen Besucher.

Großes Interesse an Berufen in der Nanotechnologie

Natürlich fanden an den beiden Hochschulinformationstagen  auch viele Schulklassen ihren Weg in die mobile Ausstellungs- und Erlebniswelt. Im Mittelpunkt ihres Interesses standen dabei vor allem die Berufsbilder und Karrierewege in diesen vielversprechenden Industrie- und Forschungszweig. Und wie bei ihren  jüngeren „Vorgängern“ fiel die Resonanz der Jugendlichen auf das Informations- und Mitmachangebot sehr positiv aus. Das mag nicht sehr verwundern, sind doch Kinder oftmals das „strengste“ Publikum, wenn es um die Begeisterung für eine Sache geht. Gewinnt man sie, dann lassen sich auch die älteren Besucher begeistern. In diesem Sinne war der Aufenthalt in Koblenz für die nanoTruck-Crew ein voller Erfolg, an den sie beim nächsten Einsatz am Ostalb-Gymnasium in Bopfingen nahtlos anknüpfen konnten.

Download: "Nano-Bus-Lied" der Kinder des Kinderhauses am Rhein-Mosel-Campus

  • Die jungen Besucher vom Kinderhaus am RheinMoselCampus stürmen den nanoTruck.
  • Gegen die arktischen Temperaturen in Koblenz half dicke Winterkleidung.
  • In der bunten Ausstellung gab es für die kleinen Nachwuchsforscher viel zu entdecken.
  • Immer mittendrin war die Betreuerin Frau Siewert.
  • Früh übt sich, wer später einmal ein echter Nano-Forscher werden will.
  • Nano erleben, erkunden, erfassen: Viele Exponate lassen sich anfassen, bedienen und ausprobieren - das zieht Kinderhände magisch an.
  • Nano ist ganz schön klein, da muss man oftmals ganz genau hinsehen.
  • Viele wissenswerte Informationen zu Berufsbildern und Karrierewegen gab es für Schülerinnen und Schüler, die anlässlich des Hochschulinformationstages auf dem RheinMoselCampus zu Gast waren.
  • Immer wieder ein Blickfang: Das Ferrofluid lädt auch ältere Besucher zum spielerischen Entdecken ein.
  • Eine Besucherin testet das Exponat zum Lotus-Effekt.