Nano meets school

Im Rahmen des Besuchs der Initiative „nanoTruck – Treffpunkt Nanowelten“ am Regiomontanus-Gymnasium (RMG) in Haßfurt fand am 10. Januar ein Workshop speziell für Lehrkräfte statt. Die beiden mitreisenden Wissenschaftler Alexander Heusel und Marco Kollecker gaben einer Gruppe interessierter Lehrer dabei eine kurze Einführung in die Nanotechnologie, bevor sie anschließend gemeinsam verschiedene Experimente durchführten.
Neben Lehrerinnen und Lehrern informierten sich insbesondere auch Schulklassen im nanoTruck über die Technik. Wissenschaftler Marco Kollecker (l.) erläuterte die Zusammenhänge.Neben Lehrerinnen und Lehrern informierten sich insbesondere auch Schulklassen im nanoTruck über die Technik. Wissenschaftler Marco Kollecker (l.) erläuterte die Zusammenhänge.

Gastbeitrag von Mirjam Gebauer, Klasse 8f, und Nele Barfuß, Klasse 9a, vom Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt

Zu Beginn der Veranstaltung hielt Dipl.-Phys. Alexander Heusel einen Vortrag, in welchem er den Lehrerinnen und Lehrern eine Reihe von Anwendungen vorstellte, die zeigten, wie man nanotechnische Lehrinhalte am besten in den Unterricht integrieren kann. Denn eigentlich findet sich im Lehrplan des G8 keine Nanotechnologie. Trotzdem sei es wichtig, so Alexander Heusel, etwas über diese Wissenschaft zu erfahren und sich mit ihr vertraut zu machen. Denn sie habe das Potenzial, unsere Gesellschaft künftig noch stärker zu verändern als es etwa die Entwicklung des Internets getan hat. Während seines Vortrags demonstrierte der Physiker auch einige Versuche, besonders anschaulich war dabei der sogenannte "Lotuseffekt". Dabei gab er eine kleine Menge Ketchup auf ein Lotusblatt. Doch anstatt am Blatt haften zu bleiben, rollte der Ketchup wie durch ein Wunder rückstandslos vom Blatt herunter.

Insekten unter dem Hightech-Mikroskop

Im zweiten Teil des Workshops durften die Lehrer selbst Hand anlegen. Unter der Anleitung von Alexander Heusel und dessen Kollege Marco Kollecker untersuchten sie mithilfe eines Rasterelektronenmikroskops verschiedene Proben, wie etwa tote Insekten. Dieses hochmoderne Gerät unterscheidet sich in seiner Technik völlig von herkömmlichen optischen Mikroskopen und erlaubt Vergrößerungen um das 50.000-fache. Die Ergebnisse der Probenauswertung konnte man schließlich auf dem Bildschirm eines angeschlossenen Laptops betrachten. Während der kompletten Veranstaltung erklärten die beiden Wissenschaftler den neugierigen Lehrkräften bereitwillig ihr Fachgebiet und die verschiedenen Exponate, die es in der Ausstellung des nanoTrucks zu entdecken gibt. Nach etwa zwei Stunden ging der Workshop zu Ende und der nanoTruck schloss seine Pforten bis zum nächsten Tag.

Das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt im Internet:
www.regiomontanus-gymnasium.de

  • nanoTruck-Experte Alexander Heusel (l.) erläuterte im Vortrag die Möglichkeiten der unterschiedlichen Anwendung der Nanotechnologie.
  • Im Rasterelektronenmikroskop wurde der Mikro- und Nanokosmos unter die Lupe genommen.
  • Untersucht wurden beispielsweise tote Insekten, hier ist das Facettenauge einer Fliege zu sehen.
  • Hier zeigen sich die winzig kleinen Strukturen eines Mottenflügels.
  • Wissenschaftler Alexander Heusel sorgte mit verschiedenen Experimenten für Staunen.
  • Für die Besucher gab es in der größtenteils interaktiv gestalteten Ausstellung viel zu entdecken.