Nano-Lust statt Sommerfrust

Sommerzeit – Ferienzeit: Während viele Schülerinnen und Schüler ihre wohlverdiente Pause zwischen den Schuljahren genossen, besuchten in Lennestadt, Bad Homburg und Viersen trotz Ferienzeit zahlreiche Jugendliche und Erwachsene die Ausstellung im nanoTruck und holten sich bleibende Eindrücke von einer der chancenreichsten Technologien des 21. Jahrhunderts.
Großes Interesse für die Wissenschaft der kleinsten Dimensionen zeigten viele junge Besucher auch in der Ferienzeit, wie hier im Galileo-Park.Großes Interesse für die Wissenschaft der kleinsten Dimensionen zeigten viele junge Besucher auch in der Ferienzeit, wie hier im Galileo-Park.

Erste Station: Der Galileo-Park in Lennestadt-Meggen

Schon der berühmte Universalgelehrte Galileo Galilei wusste: „Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.“ Und tatsächlich halten die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts einige Probleme parat, zu deren Lösung die Nanotechnologie wertvolle Beiträge liefern kann. Davon wollten sich zahlreiche Besucher während ihres Urlaubs im Sauerland selbst ein Bild machen und kamen mit vielen Fragen in den nanoTruck, der im Galileo-Park zu Gast war. Bei einem nanotechnologischen Praktikum in ungewohnter Besetzung – normalerweise machen abseits von „Ferien, Sommer, Sonne“ vor allem Schulklassen der Mittel- und Oberstufe vom Workshop-Angebot im nanoTruck Gebrauch – bastelten Jung und Alt gleichermaßen begeistert an einer Grätzelzelle. Womit wieder einmal bewiesen wurde, dass die Faszination für Technik und Wissenschaft keine Altersgrenzen kennt.

Zweite Station: Bad Homburg v. d. Höhe

Rechtzeitig zur ersten Woche im neuen Schuljahr gastierte der nanoTruck auf dem Rathausplatz der Stadt im Hochtaunus. Neben einigen Schulklassen stattete auch eine Gruppe Auszubildender der Firma Fresenius dem nanoTruck einen Besuch ab. „Ich bin ganz begeistert vom Ferrofluid", meinte eine angehende Maschinenbauerin, und ihre „Mitstreiterin“ entgegnete: „Ja, krass, mich begeistert alles hier!“ Beim Stopp in Bad Homburg  kam auch wieder das neue Rasterelektronenmikroskop  im nanoTruck zum Einsatz. Untersucht wurde etwa eine 1-Cent-Münze, bei der mittels EDX-Sensor deren chemische Zusammensetzung festgestellt werden konnte. Wer auf Kupfer getippt hatte, lag richtig, doch auch Spuren von Zink, Kohlenstoff und Sauerstoff fanden sich auf der Münze. Ungewohnte Bilder aus der Welt kleinster Dimensionen lieferten zudem noch ein nanobeschichteter  Markisenstoff und ein Festplattenlesekopf. Für die Workshop-Teilnehmer ein ebenso lehrreicher wie spannender Ausflug in eine Hochtechnologie, die unseren Alltag heute und in Zukunft nachhaltig beeinflussen wird.

Abschluss der ersten Augusthälfte in Viersen

In Viersen schlug die Zeit der “kleinen Einsteins“. Eine Jugendgruppe des städtischen Hubert-Vootz-Hauses nutzte die Gelegenheit zur Erkundungstour durch den Wissenschafts-Truck. Obwohl für einige Tour-Teilnehmer der Physik-, Chemie- und  Biologieunterricht noch in weiter Ferne lag, waren die Kinder und Jugendlichen mit großem Eifer bei der Sache. Zwar wollte der kleine Soundchip einer elektronischen Geburtstagskarte beim besten Willen nicht mehr als ein leises Fiepen von sich geben. Das lag aber sicher am Chip, nicht an den „Grätzelzellen“-Bauern meinte Workshop-Leiterin Dr. Julia Donauer vom nanoTruck-Wissenschaftsteam. „Die Zellen haben hervorragend funktioniert, erzählt die Biologin, „wir haben damit laut Messgerät immerhin 800 Millivolt erzeugt.“ Auch der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer nutzte die parlamentsfreie Zeit und diskutierte im nanoTruck mit den Wissenschaftlern intensiv über nanotechnologische Lösungen bei der Gewinnung erneuerbarer Energien und beim Umweltschutz. Schummers Fazit: „Da steckt viel Potenzial drin!“

Weiter geht es an die Ost- und Nordsee

In der zweiten Augusthälfte macht der nanoTruck zunächst in Ribnitz-Damgarten und anschließend in Zingst Station. Danach geht es an die Nordsee nach Husum und Anfang September weiter nach Bremen zum Besuch des Wissenschaftsforums Chemie. Weitere Informationen gibt es im Tourplan.

  • Besucher stürmen den nanoTruck im Galileo-Park.
  • Der nanoTruck zwischen den Sauerland-Pyramiden des Galileo-Parks.
  • Das Wetter zeigte sich Anfang August wenig sommerlich. Wissenschaftlich interessierte Besucher hielt das aber vom Besuch des Galileo-Parks in Lennestadt-Meggen nicht ab.
  • Auch abseits der Schule gibt es in den Ferien immer etwas neues zu entdecken, so etwa beim Bau der Grätzelzelle.
  • Auch die Kleinsten interessieren sich schon für die Nanotechnologie.
  • Alexander Heusel, wissenschaftlicher Begleiter im nanoTruck, erklärt jungen Nachwuchsforschern die Welt der Nanotechnologie.
  • Kaum angekommen, schon aufgebaut. Direkt nach seiner Ankunft erwartet der nanoTruck in Bad Homburg die ersten Gäste.
  • Und schon geht es los: Damit die Grätzelzelle später auch funktioniert, ist beim Bau vor allem Konzentration gefragt.
  • Workshops im nanoTruck bedeuten Teamarbeit.
  • Großes Staunen über die Welt der kleinsten Dimensionen.
  • Die Hörglocke mit informativen Audio-Beiträgen zur Nanotechnologie. Bis zu drei Personen finden darunter Platz.
  • Dr. Marco Kollecker, wissenschaftlicher Begleiter im nanoTruck, im Gespräch mit Besuchern der mobilen Ausstellung: Der Dialog über die Nanotechnolgie ist ein zentrales Element der Initiative "nanoTruck".
  • In der Ausstellung gibt es viel zu entdecken, auch wenn man manchmal ganz genau hinsehen muss.
  • Auszubildende der Firma Fresenius folgen einem Vortrag des nanoTruck-Experten Dr. Marco Kollecker.
  • Marco Kollecker führt das Rasterelektronenmikroskop im nanoTruck vor. Was der Bildschirm wohl anzeigt?
  • Dritter Tourstopp im August in Viersen und noch immer kein Sommer in Sicht, dafür aber die Nanotechnologie voll im Blick.
  • Auch der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer (links) nutzte seine parlamentsfreie Zeit für einen Besuch im nanoTruck.
  • MdB Uwe Schummer im Gespräch mit Dr. Marco Kollecker im Obergeschoss des nanoTrucks: Hier geht es vor allem um die Themen erneuerbare Energien und Umweltschutz.
  • Die Grätzelzellen-Bauer von Viersen.
  • Geschafft, die Zelle funktioniert.
  • Junge Nachwuchsforscher bei der Arbeit: nanoTruck-Expertin Dr. Julia Donauer hilft bei der Vorbereitung der Proben für die Untersuchung unter dem Elektronenmikroskop.
  • Einmal selbst ein Elektronenmikroskop bedienen: Im nanoTruck ist das möglich.