“Hands-on science“ beim Staatsbesuch: Bundesforschungsministerin Annette Schavan lud zum Nano-Empfang in den nanoTruck

Zwei Tage lang rollte die Bundesregierung Mitte August ihren Bürgerinnen und Bürgern den roten Teppich aus und lud zum Staatsbesuch in die Berliner Ministerien. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) öffnete seine Türen und bot den zahlreichen Gästen ein buntes Veranstaltungsprogramm. In dessen Mittelpunkt stand beim diesjährigen „Staatsbesuch“ das Thema des Wissenschaftsjahres 2011, „Forschung für unsere Gesundheit“. Dazu passend bot der nanoTruck ebenso anschauliche wie verständliche Informationen, wie und in welchen Bereichen die Nanotechnologie heute und in Zukunft völlig neue Verfahren und Therapien ermöglicht, die beispielsweise bestimmte Formen der Tumorbekämpfung revolutionieren.
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan erklärt zwei begeisterten Nachwuchsforscherinnen das Ferrofluid-Exponat.Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan erklärt zwei begeisterten Nachwuchsforscherinnen das Ferrofluid-Exponat.

Wissenschaft zum Anfassen

An prominenter Stelle vor dem Gebäude des BMBF in der Hannoverschen Straße – früher Sitz der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der DDR – bot der nanoTruck an beiden Tagen Gelegenheit zu einer Reise in die faszinierende Welt des Nanokosmos. Am Sonntagmittag nutzte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan die Gelegenheit und machte sich gemeinsam mit jungen Nachwuchsforscherinnen und –forschern im nanoTruck auf Entdeckungstour. Und das nicht zum ersten Mal: Bereits Anfang April hatte Frau Schavan auf der Hannover Messe den Startschuss für die neu konzipierte Informations- und Dialoginitiative ihres Ministeriums zur Nanotechnologie gegeben. Sichtlich erfreut zeigte sie sich daher insbesondere über den großen Andrang im nanoTruck und das wachsende Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Nanotechnologie. Mit der Ausstellung bereits vertraut, kam die Bundesforschungsministerin mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch und erklärte ihnen am Beispiel einiger Exponate sogar persönlich Einsatzgebiete der Zukunftstechnologie. Für Staunen sorgte dabei einmal mehr das „unscheinbare“ Ferrofluid, eine mit Eisenoxid-Nanopartikeln versetzte Dispersion, die bei Kontakt mit einem Magnetfeld – wie aus dem Nichts – beeindruckende Strukturen erzeugt. Dabei handelt es sich nicht nur optisch um ein tolles Exponat, denn seit kurzem werden Ferrofluide auch erfolgreich bei der Tumorbekämpfung eingesetzt. Für solche und noch viele andere spannende Momente und Entdeckungen wünschte Frau Schavan der Initiative „nanoTruck“ weiterhin viel Erfolg.

Kleine Welten laden zum Verweilen und Erforschen ein

Im Rahmen der Eröffnung des „Tags der offenen Tür im nanoTruck“ hatte es sich auch Forschungsstaatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen nicht nehmen lassen, den nanoTruck zu besuchen. Dort lud sie Wissenschaftler Alexander Heusel zu einem Rundgang durch die Ausstellung ein und gab ihr eine kurze Einführung in die Welt der winzig kleinen Teilchen. Verblüfft zeigte sie sich bei der Demonstration des schmutzabweisenden Effektes eines Lotusblattes, von dem selbst Ketchup einfach abperlt. Viele interessierte Besucher folgten ihrem Beispiel und informierten sich an beiden Tagen eingehend über die Schlüsseltechnologie. Die nanoTruck-Experten waren dabei gefragte Diskussionspartner und freuten sich über die positive Resonanz auf das interaktive und multimediale Angebot der Ausstellung, das bei ihren Gästen bestens ankam.

  • Die nanoTruck-Wissenschaftler Dr. Marco Kollecker (links) und Alexander Heusel (rechts) freuten sich, die Ministerin am Sonntagmittag im Truck begrüßen zu dürfen.
  • Eine weitere gern gesehene Besucherin: Forschungsstaatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen (mitte)
  • Alexander Heusel demonstrierte Frau Quennet-Thielen in einer kurzen Einführung unter anderem den berühmten Lotuseffekt ...
  • ... und erläuterte ihr noch einige weitere faszinierende Aspekte des Nanokosmos.
  • Auch zahlreiche interessierte Besucher folgten dem Vortrag des nanoTruck-Experten.
  • Im Verlauf der beiden Veranstaltungstage nutzten viele Besucher die Möglichkeit, sich bei individuellen Ausstellungsbesuchen oder Vorträgen über die Nanotechnologie zu informieren.
  • Gerne beantworteten die Wissenschaftler die Fragen der wissbegierigen Besucher.
  • Alexander Heusel erklärt Besuchern das Rastertunnelmikroskop, neben dem Rasterelektronenmikroskop ein weiteres wichtiges Instrument im Nano-Zukunftslabor des nanoTruck.