Gut angezogen in Mönchengladbach – der nanoTruck zeigt der Mode Köpfchen

„MG zieht an!“ unter diesem Motto präsentierte sich die Recruiting- und Innovationsmesse der Textilbranche am 5. und 6. Mai an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Auch der nanoTruck war vor Ort, denn die Klamotte der Zukunft ist nicht nur schön, sondern auch klug!
Die Studentinnen Bernadette und Miriam sind sich einig: "Nanotechnologie ist ein spannender Zukunftsbereich!" Deshalb steht der nanoTruck ganz oben auf ihrem Messerundgang.

Trends, Styles, „must haves“ - für das modebewusste Auge war die Recruiting-Messe in Mönchengladbach ein Mekka der Schönheit, Coolness und Vielfalt. Die Studierenden der Hochschule Niederrhein machten ihren überwiegend design- und textilwirtschaftlichen Studiengängen alle Ehre und zeigten, dass ihnen in Sachen Mode und Textil keiner etwas vormachen kann.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, luden die Veranstalter - der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein und die WFMG-Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH - die BMBF-Initiative “Treffpunkt Nanowelten“ mit dem nanoTruck ein: Denn die Klamotte von morgen ist nicht nur schön, sondern auch klug!

Smart Clothing: Intelligente Textilien sind nano

Shirts, die den Puls messen und vor UV-Strahlen schützen. Textilien, die Strom erzeugen: beispielsweise ein Bikini mit integrierten Solarzellen mit dem man beim Sonnenbaden gleich das Handy aufladen kann. Vor diesen Zukunftstrends wirken bereits marktreife kluge Textilien mit schmutzabweisenden oder antibakteriellen Eigenschaften fast schon wie kalter Kaffee. Doch wie kommt das Kluge in den Stoff? Die Antwort heißt nano!

„Nano bedeutet, dass wir uns in einem Bereich von 1 bis 100 Nanometer bewegen. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter“, erläutert Katharina Müller, wissenschaftliche Begleiterin im nanoTruck. „Diese kleinen Dimensionen bewirken Eigenschaftsveränderungen von künstlichen und natürlichen Materialien, die ganz neue Möglichkeiten eröffnen. So kann man mittels Nanotechnologie beispielsweise intelligente Funktionen in Stoffe einbauen.“

Um Studierenden sowie auch Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die innovations- und chancenreiche Nanowelt zu geben, boten die nanoTruck-Wissenschaftler neben zwei Praktika zum Thema „nano goes textile“, Vorträgen zum Thema „ Karrierechance Nanotechnologie“ und „in medias nano – Nanotechnologie in Textilien“ auch geführte Ausstellungsrundgänge durch die mobile Nanowelt an. In Einzelgesprächen konnten anschließend Fragen geklärt und wertvolle Hinweise gegeben werden.

Lotuseffekt, nanokristalline Solarzellen und Visionen

Ketchup-Fleck auf weißem Hemd? Ärger über Alltagsungeschicklichkeiten dieser Art könnten schon bald der Vergangenheit angehören, baut man mit Hilfe von Nanotechnologie den berühmten Lotuseffekt in Textilien ein. „Wow!“, staunten da Christiane, Bettina und Dhaasman nicht schlecht, als Wissenschaftlerin Katharina Müller Ketchup auf einen weißen Nanostoff auftrug und ihn einfach abschüttelte – der weiße Nanostoff blieb fleckenfrei! Für die meisten Teilnehmenden war zudem neu, dass Textilien mit Lotuseffekt bereits in Markisen für Balkon und Terrasse verarbeitet werden.

Visionär ging es beim Workshop „nano goes textile“ zu. Studierende der Hochschule, Mitarbeiter aus den Fachbereichen sowie die Hochschulprofessoren Dr. Maike Rabe und Dr. Boris Mahltig visionierten gemeinsam mit den nanoTruck-Wissenschaftlern, was die Textilien der Zukunft mittels Nanotechnologie alles können werden. 

„Von steuerbarer Farbwiedergabe in Textilien bis hin zu aktiver Raumklimakontrolle zum Beispiel durch eingebaute Luftfilter in Vorhängen gingen die Vorschläge der Teilnehmer“, berichtete nanoTruck-Wissenschaftler Marco Kollecker begeistert. „Einige Ideen sind fast erreicht, andere dank Nanotechnologie vielleicht schon bald eine konkrete Option“, resümierte er.

Nach der Reise in die Nano-Zukunft überzeugten sich alle Teilnehmer beim Bau einer nanokristallinen Farbstoff-Solarzelle von den Möglichkeiten, die die Nanotechnologie schon heute bietet: Mit Hibiskusblütentee Strom erzeugen! Dank nano ist das jetzt schon möglich.

Für Textilexpertin Maike Rabe war am Ende des Workshops klar: „Das war klasse, die Präsentation eingängig, so schön hat den Versuch noch keiner erklärt!“ Studentin Bettina pflichtete ihr bei: „Mir hat es auch super gefallen. Ich studiere Design und es ist gut zu wissen, was möglich ist, dann kann ich das vielleicht auch zukünftig für meine Arbeit verwenden und T-Shirts mit Solarzellen entwerfen.“

Mönchengladbach macht es vor

Machen Sie es den Mönchengladbachern nach und erleben Sie die mobile Ausstellungsinitiative „nanoTruck - Treffpunkt NanoWelten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung live! Informieren Sie sich über die nächsten Stopps des nanoTrucks. Es gibt viel zu entdecken, bleiben Sie neugierig!

Fotos: Flad & Flad Communication GmbH

  • Es ist soweit: Der nanoTruck hat seine Türen für die "MG zieht an!"-Besucher geöffnet!
  • Textilmanagement-Student Patrick hat bereits Erfahrungen mit Nanomaterialen gesammelt und freut sich, im nanoTruck mehr über die Welt der kleinsten Teilchen zu erfahren.
  • Klara, Textil- und Bekleidungsmanagementstudentin, betrachtet interessiert Austellungsstücke, in denen bereits nano verwendet wird.
  • Neben interessierten Studierenden besuchen auch zahlreiche Schülergruppen die mobile Ausstellungswelt. Wissenschaftlerin Katharina ist begeistert!
  • Aua, Ketchup auf weißem Stoff! Wenn das mal keine bösen Flecken gibt!
  • Aber nicht doch! Dank Nanoveredelung perlt der Ketchup ab, zurück bleibt reines Weiß.
  • Wissenschaftler Marco bereitet den Workshop im nanoTruck vor: mit Hilfe von Hibiskusblütentee soll eine nanokrisatlline Solarzelle hergestellt werden.
  • Unterdessen führt nanoTruck-Wissenschaftlerin Katharina Prof. Mahltig von der Hochschschule Niederrhein durch die Ausstellung.
  • Zu Beginn des Workshops wird über die Textilien der Zukunft visioniert: Auch Hochschulprofessorin Maike Rabe macht mit!
  • Die Studenten und Workshop-Teilnehmer Dhaasman, Bettina und Christiane bringen ihre Ideen ebenfalls zu Papier.
  • Aus Visionen kann Realität werden: Professorin Rabe bastelt schon mal an der nanokristallinen Solarzelle!
  • Auch Theresia und Dhaasman üben sich darin, mit Hibiskusblütentee Strom zu erzeugen!
  • Theresia ist noch skeptisch, ob das gelingen kann!
  • Dhaasman hat da auch so seine Zweifel!
  • Doch nanoTruck-Wissenschaftler Marco sieht es genau: Aus Hibiskusblütentee und Titandioxid ist eine nanokristalline Solarzelle geworden.