An (Technik-)Tagen wie diesen…

Die Fußball-Europameisterschaft 2012 ist in vollem Gange und sorgt bei den meisten Menschen für Begeisterung. Währenddessen, lieferte der nanoTruck des BMBF bei den „Tagen der Technik“ am 15. und 16. Mai auf Einladung der Stadt Hennef und des VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. einmal mehr den Beweis, dass er ein echter Publikumsmagnet ist. So konnte sich mancher Besucher nur sehr schwer von der mobilen Ausstellung trennen – vielleicht deshalb, weil die Nanotechnologie bei der Europameisterschaft auch eine wichtige Rolle spielt...
Bürgermeister Klaus Pipke (m.) beim "Aerogel-Experiment". Links hält nanoTruck-Wissenschaftler Alexander Heusel das Thermometer fest, während Dr.-Ing. Sigurd van Riesen (2.v.l.) sowie VDI-Geschäftsführer Dr.-Ing. Willi Fuchs und VDI-Regionalvorsitzender Johannes J. Firsbach (v.r.n.l.) den Versuch gespannt beobachten.Bürgermeister Klaus Pipke (m.) beim "Aerogel-Experiment". Links hält nanoTruck-Wissenschaftler Alexander Heusel das Thermometer fest, während Dr.-Ing. Sigurd van Riesen (2.v.l.) sowie VDI-Geschäftsführer Dr.-Ing. Willi Fuchs und VDI-Regionalvorsitzender Johannes J. Firsbach (v.r.n.l.) den Versuch gespannt beobachten.

2.000 Neugierige, Entdecker und Forschernaturen tummelten sich in Hennef auf beiden Ebenen der mobilen Nano-Schau des Bundesforschungsministeriums. Den Startschuss für den „Run auf den nanoTruck“ gaben die beiden Initiatoren und Gastgeber der „Tage der Technik“ im Rahmen der Europawoche, der Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke und VDI-Geschäftsführer Dr. Willi Fuchs, die mit einem großen Medientross am Freitagmorgen im Rahmen ihres Eröffnungsrundgangs den nanoTruck besuchten. Dabei hatten die beiden Gäste die Gelegenheit, selbst ein kleines Experiment durchzuführen, bei dem Pipke mit einem Gasbrenner die Wärmedämmung einer Nano-Isolierung aus Aerogel testen konnte. Doch auch nach Pipkes Aerogel-Experiment hatten die beiden Nano-Experten, Julia Donauer und Alexander Heusel, alle Hände voll zu tun. Geduldig beantworteten sie Fragen, führten kleine Experimente vor und erklärten Zusammenhänge: Eigentlich Alltag für die beiden Routiniers, doch kein Tag mit dem nanoTruck ist wie der andere.

So hatte es die Nanotechnologie zwei Hennefer Schülern ganz besonders angetan. Obwohl sie sich für eine Schularbeit nur einen kurzen Überblick verschaffen wollten, konnten sie sich kaum von der Ausstellung trennen. Über das Interesse der beiden Jugendlichen freute sich Biologin Julia Donauer ganz besonders: „Die Jungs waren fast den ganzen Tag im Truck und haben sich jeden meiner Vorträge angehört. Dazwischen hatten wir auch noch genug Zeit für einige spannende Gespräche.“ Ein anderer, besonders wissbegieriger junger Gast war Torben, ein Schülerreporter im Auftrag von tec.tv. In einem ausführlichen Interview stand ihm Julia Rede und Antwort und ließ ihn danach sogar selbst bei ein paar kleinen Nano-Experimenten Hand anlegen. Die Reportage gibt es dann am 02.07. unter www.tectv.de zu sehen.

„Vom Feeling her ein gutes Gefühl“: Nanotechnologie bei der EM

Die Übertragung der Europameisterschafts-Begegnungen im Fernsehen sorgt derzeit für jede Menge Spannung und Emotionen bei den Fans. Doch selbst wenn für viele Menschen die Fußballspiele in Polen und der Ukraine weit weg sind, ist man dank moderner Kommunikationstechnik dennoch mittendrin. „Ganz egal ob man die Spiele am heimischen Flachbildschirm oder beim Public-Viewing auf Großleinwand verfolgt – die hochauflösenden Bilder und beeindruckenden Super-Zeitlupen sind erst durch nanoelektronische Lösungen möglich geworden“, erklärte Physiker Alexander Heusel einer Gruppe Fußballfans auf der Hennefer Technikmeile. Nötig seien dafür bis zu 30 Hightech-Kameras in jedem Stadion, leistungsstarke Computer und Bildschirme, in denen Nano-Chips zuverlässig ihren Dienst verrichten, so der nanoTruck-Wissenschaftler, und fügte hinzu: „Nanotechnologie in Form moderner LED-Technik steckt übrigens auch in den Anzeigentafeln der Stadien und in den Werbebanden am Spielfeldrand. So ergibt sich für die Zuschauer, egal an welchem Ort sie das Spiel mitverfolgen, auch außerhalb des Stadions ein echtes Live-Erlebnis.“ Was zählt, sei also nicht nur die Technik der Spieler auf dem Platz, sondern auch die Technik drum herum, resümierte einer der Zuhörer grinsend.

Nächste Termine nach kurzer Sommerpause

Live erleben, was die Nanotechnologie zu bieten hat, kann man nach einer zweiwöchigen Sommer-Pause vom 25.06. bis 06.07. wieder im Juli und August im Rahmen der nanoTruck-Tour von Bayern bis Brandenburg quer durch Deutschland. Den nächsten Halt legt der nanoTruck am 10. und 11. Juli am Johannes-Turmair-Gymnasium in Straubing ein.

  • Wer am Freitag auf der Technikmeile in Hennef unterwegs war, musste leider einen Regenschirm mitnehmen ...
  • ... weshalb sich viele im Truck einen trockenen Platz suchten, um den Vorträgen der nanoTruck-Experten zu folgen.
  • Noch voller wurde es im nanoTruck am Samstag.
  • Alexander Heusel beim berühmten Ketchup-Experiment, welches den Lotuseffekt veranschaulicht.
  • Wo man auch hinschaut im nanoTruck, überall gibt es etwas zum Anfassen und selber Ausprobieren.