Brandenburg ahoi - Der nanoTruck nahm Kurs auf Rathenow, Eisenhüttenstadt und Eberswalde

Workshop mit Polit-Prominenz, spontane Zeugnisübergaben und Autogrammstunde – im Wonnemonat Mai sorgte ein dichtes Eventprogramm für viel Abwechslung und interessante Begegnungen im nanoTruck. Seine Reise führte ihn diesmal ins Brandenburgische, in den Optikpark Rathenow, wo er das "Grüne Klassenzimmer" begleitete, nach Eisenhüttenstadt zur 3. Kinderuniversität und zur Erlebnismesse "Mensch & Gesundheit" in Eberswalde.
Der nanoTruck zu Gast in Rathenow

„Es grünte so grün“ Ende Mai im Rathenower Optipark, in dem der nanoTruck anlässlich der Veranstaltungsreihe für Kinder und  Jugendliche „Grünes Klassenzimmer“ zweieinhalb Tage Station machte. Zentrales Thema war der Umweltschutz durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit endlichen Ressourcen. Was die Nanotechnologie beispielsweise im Einsatz für sauberes Trinkwasser und schadstoffarme Böden tun kann, davon machten sich über 200 Jugendliche vor Ort ein lebendiges Bild. Und bekamen dabei prominenten Besuch. Die Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff erschien zusammen mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Rathenow Andreas Gensicke und dem Leiter des Optiparks Dr. Hans-Jürgen Lemle zum Nano-Workshop im nanoTruck. Die Politikerin „interviewte“ die Nano-Workshopper, eine Gruppe Auszubildender von der Förderschule Pestalozzi, in einer freien Minute, um aus erster Hand zu erfahren, wie ihre  Arbeit  an einer nanokristallinen Farbstoffsolarzelle, einer sogenannten Grätzelzelle, voran ging. Dass die Nanotechnologie in fast allen Lebensbereichen steckt, und dass viele Firmen und Einrichtungen insbesondere auch in direkter Rathenower Nachbarschaft innovative Produkte auf Nano-Basis entwickeln, daran zeigte sich die Politikerin hoch interessiert.

Später kam dann noch eine Gruppe Auszubildender des Optikergewerbes im ersten Lehrjahr spontan im nanoTruck vorbei, den sie während eines gemeinsamen Ausflugs im Mühleninnenhof stehen sahen und sofort genauer inspizieren wollten. Die Jugendlichen freuten sich sichtlich, dass sich die beiden nanoTruck-Wissenschaftler Katharina Müller und Ralf Frese kurzerhand Zeit für sie nahmen und mit ihnen eine Sonderführung durch die 90-Quadratmeter große Ausstellung machten. Sprichwörtlich „im Blickpunkt“ standen dabei die Nanotechnologie und ihre Einsatzmöglichkeiten rund um das menschliche Auge. Etwa die Intraokularlinse, die als künstliche Linse in das Auge eingesetzt wird, um Krankheiten wie den sog. „Grauen Star“ zu heilen. Der Trick dabei: Neuartige Kunstlinsen enthalten spezielle Arzneimittelstoffe, die durch Laser im Auge freigesetzt werden, und so diese gefährliche Linsentrübung bekämpfen. Dass sie mit ihrem Lehrberuf so nah dran sind an der „Winzlingstechnologie“, war für viele der angehenden Optiker überraschend neu. Begeistert vom Experimentierfeld nanoTruck verwandelten sie das Nano-Mobil kurzerhand in die passende Location für die fällige Zeugnisübergabe.

Bevor das Thema gesundes Leben auch auf der 5. Erlebnismesse „Mensch und Gesundheit“ in Eberswalde großgeschrieben und im nanoTruck mit einem zweitägigen bunten Programm begleitet wurde, brachte das rollende Ausstellungs- und Kommunikationszentrum den Allerjüngsten während der 3. Kinderuniversität Eisenhüttenstadt die „Welt des Allerkleinsten“ am Beispiel ganz alltäglicher Phänomene näher. Die Organisatorin vom Netzwerk für Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung „Casa“, Anke Prahtel, freute sich sichtlich über die positive Resonanz ihrer „Schützlinge“ und ihrer Begleiter: „Alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die den nanoTruck besucht haben, waren fasziniert. Sein Einsatz war ein voller Erfolg!“ Viele der Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren hatten dabei sogar schon ein bisschen Nano-Wissen „in petto“. „Was wisst ihr bereits über Nanotechnologie?“, wollte Ralf Frese zu Beginn seiner Live-Präsentation wissen. „Damit kann man Krebs heilen“, erklärte eines der rund 80 Kinder stolz. Der Physiker nutzte diese Vorlage und erläuterte den „Nano-Kids“ anschaulich die Wirkung von Ferrofluiden, die Tumorzellen außer Gefecht setzen können, wenn sie durch ein magnetisches Wechselfeld erhitzt werden. Um zu zeigen, was ein Magnet eigentlich ist, nahm der Physiker sein eigenes, metallenes Namensschild zu Hilfe, das mit einem Magnet am Revers seines Jackets befestigt war. „Das ist doch logo!“ - diese Lektion hatten die Nachwuchsstudenten sofort begriffen. Da war es auch kein Wunder, dass sich ihr „Lehrmeister“ mit Autogrammen auf den heiß begehrten nanoTruck-Tüten verewigen sollte, welche die Kids mit stolz geschwellter Brust nach Hause trugen. Ende gut, alles nano.

  • 1. Station in Brandenburg, Optikpark Rathenow
  • Politprominenz beim Schüler-Praktikum: MdB Andrea Voßhoff (2. v. r.) und Optikpark-Chef Dr. Hans-Jürgen Lemle (1. v. r.) auf Stippvisite im nanoTruck.
  • Talk im Truck: Andrea Voßhoff im Gespräch mit den Nano-Workshoppern von der Pestalozzi-Schule.
  • So ein Workshop, der macht Spaß, ...
  • Wie viel Millivolt sind es? Beim Spannungstest mit Krokokabel und Multimeter.
  • Guten Tag in Eisenhüttenstadt: Am 28. Mai begleitete der nanoTruck die erste Vorlesung der 3. Kinderuniversität in Eisenhüttenstadt mit "Naturwissenschaft live".
  • Hallo Kinder, hallo Ralf! Ihr gleich tat's Wissenschaftler-Kollege Ralf Frese, dessen "Entführung" in den Nanokosmos ebenso viel Spaß machte wie die Reise mit Katharina.
  • Vorlesung: Vor ihrem nanoTruck-Besuch drückten die Kinder die Unibank und hörten eine Vorlesung der Physikerin Bärbel Rademacher vom Leichtbauinstitut der BTU Cottbus.
  • Auf Wiedersehen in Eisenhüttenstadt
  • Zu Gast bei der Erlebnismesse "Mensch & Gesundheit" in Eberswalde am 29. und 30. Mai.
  • Groß und Klein gab sich ein Stelldichein.
  • Auf Wiedersehen beim nächsten Gesundheitstalk bei der Eberswalder Erlebnismesse