Sicherheitsforschung: Verantwortungsvoller Umgang mit Nanomaterialien

Viele Verbraucher vermissen seriöse und verständliche Informationen zur Sicherheit von NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
. Um parallel zur Erforschung neuer Anwendungsgebiete auch die potenziellen Risiken einer Exposition von Mensch und Umwelt mit synthetischen NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
zu untersuchen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schon frühzeitig entsprechende Förderprogramme aufgelegt. Die Ergebnisse haben Eingang in eine übersichtliche Wissensplattform gefunden.

gelbes Warnschild mit der schwarzen Aufschrift "Safety first"
Sicherheit ist das oberste Gebot bei der Entwicklung und Nutzung von NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
. (Foto: Thinkstock)

Unter dem Dach von „NanoCare“ und „NanoNature“ wurden im Zeitraum von 2009 bis 2013 insgesamt 20 Forschungsprojekte mit einem Fördervolumen von ca. 36 Millionen Euro durch das BMBF unterstützt. Im Fokus der Fördermaßnahme NanoCare stand die Erforschung potenziell schädlicher Wirkungen auf den Menschen, die auf einen Kontakt bei der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung von industriellen NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
zurückzuführen sind. NanoNature widmete sich unter anderem den Fragen, wie sich künstlich hergestellte NanopartikelNanopartikel
Teilchen mit einer Größe unter 100 Nanometer. Größe
bzw. -materialien in der Luft, im Wasser und im Boden verhalten und ob sie dort Giftwirkungen entfalten können. In diesem Zusammenhang sollten auch Verfahren zur Messung der Teilchengröße entwickelt werden. Weiterhin soll das Projekt dazu beitragen, dass die Chancen der Nanotechnologie für den Umweltschutz besser genutzt, entsprechende Marktsegmente für NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
im Umweltbereich in Deutschland gestärkt und der Export umweltrelevanter Materialien und Technologien ausgebaut werden.

Kein Zusammenhang zwischen Größe und Toxizität

Die aus den Forschungsprojekten gewonnenen Daten haben im Anschluss an das Ende der Fördermaßnahmen Eingang in die Online-Wissensplattform „DaNa“ („Datenbasis Nanomaterialien“) gefunden. Dabei wird deutlich, welche NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
in welchen Anwendungen enthalten sind, ob Menschen und/oder Umwelt damit in Kontakt kommen, welche Folgen dies haben kann und ob ein Risiko besteht. Im Jahr 2013 gab das BMBF bekannt, die Nachfolgeplattform „DaNa 2.0“ mit 2,1 Millionen Euro für weitere vier Jahre zu fördern.

Die aus den Forschungsergebnissen gewonnen Schlussfolgerungen zeichnen indes ein beruhigendes Bild – allein aufgrund ihrer Größe geht demnach von NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
grundsätzlich kein Risiko aus. Es ist vielmehr nötig, jedes Material individuell auf eine möglicherweise humantoxische Wirkung hin zu untersuchen und dabei auch die Art der Aufnahme in den Körper miteinzubeziehen. So zeigte sich etwa, dass die Aufnahme sehr kleiner Teilchen über die Atemwege problematisch sein kann, jedoch nur bei großen Mengen. In diesem Zusammenhang werden bestehende Grenzwerte für die Exposition mit Nanopartikeln von Experten als ausreichend eingestuft. Bedenklich sind zudem NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
, die toxische Stoffe wie Cadmiumselenid enthalten oder aufgrund ihrer Geometrie eine mechanische oder physische Wirkung entfalten können, wie dies bei speziellen Formen von Kohlenstoffnanoröhren der Fall ist. Jedoch handelt es sich hierbei um Materialien, mit denen Verbraucher unter normalen Umständen nicht in Kontakt kommen.

Dennoch spielen die Erkenntnisse zur Gruppe der als bedenklich eingestuften NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
für die Arbeitsplatzsicherheit eine wichtige Rolle, da vorwiegend Arbeiter in Produktionsstätten und Laboren mit ihnen in Kontakt kommen können. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat hierfür im Jahr 2012 unter dem Titel „Empfehlung für die Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz“ einen Leitfaden veröffentlicht. Dieser soll sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern Orientierung für die erforderlichen Maßnahmen bei der Herstellung und Verwendung von NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
geben. Im Mai 2013 gab der Ausschuss für Gefahrstoffe auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse aus der Sicherheitsforschung zudem eine Bekanntmachung (BekGS 527, „Hergestellte Nanomaterialien“) heraus, die Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung und Informationsermittlung bei Tätigkeiten mit NanomaterialienNanomaterialien
Werkstoffe mit einer Abmessung oder Strukturierung unter 100 nm.
enthält.

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