Mehr Bodenhaftung: Nano im Autoreifen

So unspektakulär ein Autoreifen von außen auch erscheint, sein Inneres steckt voller „Hightech“. Die spezielle Kombination und Vernetzung seines Gummis, einer Kautschukmischung  mit verschiedenen Verstärkerfüllstoffen entscheidet über die Fahrsicherheit.

schematischer Aufbau eines Autoreifens
In modernen Autoreifen sorgen NanopartikelNanopartikel
Teilchen mit einer Größe unter 100 Nanometer. Größe
für verbesserte Straßenhaftung. (Foto: Dunlop)

Die Füllstoffe machen circa 30 Prozent des gesamten Reifenmaterials aus. Sie beeinflussen unter anderem die Haftung sowie die Abrieb- und Reißfestigkeit. Zusammen mit dem Kautschuk erfüllen sie oft widersprüchliche Aufgaben.

Um uns sicher von A nach B zu bringen muss der Autoreifen einerseits gut auf der Straße haften, andererseits braucht er einen geringen Rollwiderstand.
Er ist verschleißarm, aber auch so griffig, dass ein Rutschen des Fahrzeugs verhindert wird.

 

Nano-Autoreifen: besserer Schutz für Mensch und Umwelt

Die Reifenindustrie steuert dieses komplexe Wechselspiel physikalischer und chemischer Wirkungen heute mit Nanopartikeln aus Industrieruß („Carbon BlackCarbon Black
Englisch für Industrie-Ruß. Pulverförmiger Feststoff, der zu 80 bis 99,5 % aus Kohlenstoff besteht.
“), Silica (Siliziumdioxid) und Silica-Mischverbindungen, den Organosilanen.

Die richtige Mischung dieser drei Komponenten für Hochleistungsreifen zu finden stellt eine technische Spitzenleistung dar. Auch aus dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes bringen die Nanofüllstoffe Vorteile: Sie steigern die Lebensdauer des Autoreifens und senken den Kraftstoffverbrauch.

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