Undurchlässig: Dämmstoffe mit Nanoporen

Vernetzt man Silikat-Nanoteilchen mit organischen Molekülen im Sol-Gel-Verfahren und entzieht anschließend das Lösemittel, entsteht ein luftgefülltes, durchscheinendes Gel: ein Aerogel. Ein solches Gel kann bis zu 95 Prozent aus Luft bestehen, ist dadurch sehr leicht und trotzdem hart.

zwei Häufchen des Materials Aerogel
"Gestatten, ich bin ein Aerogel aus Silikat-Nanoteilchen, Spitzname "Gefrorener Rauch"!" (Foto: Cabot.)

Die Poren des Gels sind nur wenige NanometerNanometer
Ein Nanometer ist der milliardste Teil eines Meters.
groß. Deshalb kann in ihnen keine Luftzirkulation stattfinden.
Und wo Luftmoleküle sich nicht bewegen können, werden weder Schall noch Wärme weitergeleitet. Das Gel ist also nahezu undurchlässig.

Für den Bausektor stellen Aerogele deshalb hervorrragende Dämmstoffe mit zahlreichen Einsatzmöglichkeiten dar. 

Das Nano-Isoliermaterial wird als dünne Schicht zwischen zwei Kunststoffplatten eingeschlossen. Für energiesparende Außenfassaden, in die mit Tageslicht fällt, etwa in Museen, Lichthöfen oder Fußballstadien, lässt es ideal verwenden. Es besitzt überragende Wärme- und Schalldämmwerte. Gleichzeitig ist es wasserabweisend und verhindert dadurch das Eindringen von Feuchtigkeit und Schimmelbildung.

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