OLED: Organisch, selbst leuchtend, nano

Weltweit arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen der Leuchtmittel- und Elektroindustrie mit Hochdruck an der nächsten Leuchtdiodengeneration, den OLEDs (engl. organic light emitting diodes). In einigen Produkten findet man sie bereits: zum Beispiel in Autoradios, in Handy-Displays und den Anzeigen von Kameras und MP3-Playern. Erste Flachbildfernseher auf OLED-BasisOLED-Basis
Abkürzung für Organic Light Emitting Diode, Organische Leuchtdiode. OLEDs werden aus nanostrukturierten Polymerfilmen hergestellt. Sie bestehen aus einer oder mehreren halbleitenden organischen Schichten, die von zwei Elektroden eingeschlossen werden. Diese enthalten lichtaussendende Materialien, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung hell aufleuchten. Die OLEDs werden auf Glas oder auf durchsichtige, biegsame Trägerfolie wie transparente, elektrische Leiter aufgebracht. Die Anode wird mit der Leuchtschicht hauchdünn überzogen, die Kathode aufgedampft. So ergibt sich ein Bauteil nicht dicker als 200 nm.
mit einer Bildschirmtiefe von nur 3 mm sind kommerziell erhältlich.

organische Leuchtdiode im Labor
OLEDs bringen dank Nanotechnologie Farbe und Licht in dünnste Oberflächen. (Foto: Philips)

Wie sind OLEDs aufgebaut? Auch sie bestehen aus vielen Schichten von bis zu 100 nm Dicke.

In der Regel wird Glas oder ein flexibler Kunststoff als dünner Träger verwendet, auf den im ersten Schritt die Strom leitende und gleichzeitig transparente Halbleiterverbindung Indiumzinnoxid (ITO) als Anode aufgebracht wird. Darauf folgen Schichten aus leitendem Kunststoff und ein organischer Farbstoff, der in der Regel in einem anderen Material vermischt ist.

Zum Schluss dampft man eine Kathodenschicht auf. Bei Anlegen eines elektrischen Stroms werden Elektronen auf den Farbstoff übertragen und er beginnt hell zu leuchten. Der gesamte Stapel kann sogar durchsichtig sein, und man meint, eine Glasscheibe sende Licht aus.

Faszination Licht: Nanotechnologie erleuchtet Displays

schematischer Aufbau einer organischen Leuchtdiode
Aufbau- und Funktionsprinzip eines OLED-PixelsOLED-Pixels
Abkürzung für Organic Light Emitting Diode, Organische Leuchtdiode. OLEDs werden aus nanostrukturierten Polymerfilmen hergestellt. Sie bestehen aus einer oder mehreren halbleitenden organischen Schichten, die von zwei Elektroden eingeschlossen werden. Diese enthalten lichtaussendende Materialien, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung hell aufleuchten. Die OLEDs werden auf Glas oder auf durchsichtige, biegsame Trägerfolie wie transparente, elektrische Leiter aufgebracht. Die Anode wird mit der Leuchtschicht hauchdünn überzogen, die Kathode aufgedampft. So ergibt sich ein Bauteil nicht dicker als 200 nm.
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OLEDs eignen sich hervorragend für ultraflache Displays oder Flachbildschirme mit sehr hoher Farbechtheit und hohem Kontrast.

Anders als LCD-Bildschirme benötigen die organischen Leuchtdioden keine Hintergrundbeleuchtung, denn die Fläche leuchtet aus sich heraus und verbraucht dabei wenig Strom. Darüber hinaus sind die Displays schnell im Bildaufbau (ein tausendstel Millisekunde) und selbst aus flachen Betrachtungswinkeln von mehr als 170 Grad bleibt das Bild klar und farbig erkennbar.

Als nachteilig wird derzeit noch die Tatsache angesehen, dass OLEDOLED
Abkürzung für Organic Light Emitting Diode, Organische Leuchtdiode. OLEDs werden aus nanostrukturierten Polymerfilmen hergestellt. Sie bestehen aus einer oder mehreren halbleitenden organischen Schichten, die von zwei Elektroden eingeschlossen werden. Diese enthalten lichtaussendende Materialien, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung hell aufleuchten. Die OLEDs werden auf Glas oder auf durchsichtige, biegsame Trägerfolie wie transparente, elektrische Leiter aufgebracht. Die Anode wird mit der Leuchtschicht hauchdünn überzogen, die Kathode aufgedampft. So ergibt sich ein Bauteil nicht dicker als 200 nm.
eine wesentlich kürzere Lebensdauer als Leuchtdioden besitzen. Dies könnte sich in absehbarer Zeit ändern.

Wegen ihrer Vielseitigkeit und Flexibilität kommen die organischen Leuchtdioden auch für Anwendungen in Frage, die heute noch wie Zukunftsmusik klingen. Dazu zählen leuchtende Tapeten und Kacheln, Displays in Kleidungsstücken oder foliendünne Laptop-Monitore, die man einrollen kann.

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